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Fall Skripal: Russland kennt Verdächtige nicht

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Die zwei Männer, die von der britischen Polizei des Nowitschok-Anschlags auf den Ex-Agenten Sergej Skripal verdächtigt werden, sind dem russischen Außenministerium unbekannt. Eine Sprecherin erklärte: "Die in den Medien veröffentlichten Namen und Bilder sagen uns nichts." London solle nicht die Öffentlichkeit manipulieren, sondern bei der Aufklärung des Falls mit Russland kooperieren, forderte sie.

Die britische Premierministerin Theresa May ging in ihren Vorwürfen noch weiter. Sie sagte, die beiden Männer seien russische Agenten. Russland versuche die Sicherheit Großbritanniens und seiner Verbündeten zu unterminieren. Der Geschäftsträger der russischen Botschaft wurde einbestellt.

Die Metropolitan Police veröffentlichte die Fotos der beiden Verdächtigen.

Metroplitan Police handout via REUTERS
Die beiden verdächtigen RussenMetroplitan Police handout via REUTERS

Auch ein europäischer Haftbefehl sei ausgestellt worden.

Der ehemalige russische Doppelagent Sergei Skripal und seine Tochter Julia waren im März 2018 in Salisbury auf einer Parkbank vergiftet aufgefunden worden. Sie wurden monatelang im Krankenhaus behandelt. Für die Ärzte grenzt ihre Genesung an ein Wunder. Die beiden leben heute an einem geheimen Ort.

Nowitschok gehört zu den tödlichsten Kampfstoffen und kann über die Haut oder Atemwege in den Körper gelangen. Die Überlebenschancen sind sehr gering.

Nach den Skripals war auch ein britisches Paar in Amesbury - in der Nähe von Salisbury - durch Nowitschok vergiftet worden. Die 44 Jahre alte Dawn Sturgess starb an den Folgen der Vergiftung, nachdem sie den Inhalt einer gefundenen Parfumflasche auf sich gesprüht hatte.