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Götterdämmerung in Schweden

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Götterdämmerung in Schweden

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An diesem Sonntag wählen die Schweden eine neue Regierung. In dem traditionell linksgerichteten Land könnte es zu einer politischen Neuordnung kommen. Denn die ultrarechten Schwedendemokraten, die aus einer Neonazi-Bewegung hervorgegangen sind, haben gute Chancen zweitstärkste Kraft im Land zu werden. Die Aufnahme vieler Flüchtlinge während der großen Fluchtwelle im Jahr 2015 bescherte den Rechtspopulisten enormen Aufwind. Besonders im Süden und im ländlichen Raum liegen die Nationalisten in Umfragen im hohen zweistelligen Bereich. Eine ernste Bedrohung für die regierenden Sozialdemokraten.

Während einer TV-Debatte bekannten die Politiker Farbe.

Åkesson verunglimpft Menschen aus anderen Ländern

Annie Lööf Centerpartiet

Jimmie Åkesson, der Parteicef der rechtsextremen Sverigedemokraterna forderte: "Die Gesundheitsversorgung muss an die Nationalität gebunden sein. Wegen der verantwortungslosen Einwanderungspolitik haben wir in den letzten zehn Jahren eine Million Anhänger bekommen. Dass man eine umfassende Gesundheitsversorgung erhält sobald man hier ankommt, ist irrsinnig, Eine Notfallversorgung wäre OK."

Mehrere bürgerliche Parteien, darunter die die Zentrumspartei haben den Schwedendemokraten den Kampf angesagt.

So erklärte Annie Lööf von Centerpartiet: "Ich sage dazu, wenn wir über Gesundheitsversorgung reden, müssen wir über Einwanderer reden. Wieviele eingewanderte Ärzte haben hier schon Leben gerettet?!" Åkesson verunglimpft Menschen aus anderen Ländern. Dabei wären wir ohne sie geliefert."

Schweden galt bislang als eines der tolerantesten und liberalsten Länder der Welt. Viele haben Sorge, dass das ab kommenden Montag nicht mehr der Fall sein könnte.