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25 Jahre Oslo-Abkommen

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25 Jahre Oslo-Abkommen

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Die Unterzeichnung des Oslo-Abkommens zwischen Israelis und Palästinensern jährt sich zum 25. Mal. Am 13. September 1993 wurde diese erste von mehreren Erklärungen in Washington unterschrieben - die ersten Verhandlungen hatten in der norwegischen Hauptstadt Oslo stattgefunden.

"Das Abkommen war für die Einrichtung der palästinensischen Behörden grundlegend", sagt Atef Abu Saif von der palästinensischen Fatah-Partei. "Allerdings hat Israel die Abkommen von Oslo durch all die Hindernisse, die es in den Weg gestellt hat, zu einem Misserfolg werden lassen."

In Gaza-Stadt blickten die wichtigsten palästinensischen Parteien im Rahmen einer Konferenz auf Oslo 1993 zurück. Der Tenor der Veranstaltung: Die damals geschlossenen Abkommen seien letztlich nutzlos gewesen und in Gaza seien sie ohnehin nie akzeptiert worden.

"Die Oslo-Abkommen waren ein Desaster für das palästinensische Volk", so Hamas-Sprecher Fawzy Barhoum. "Durch die Abkommen haben wir unser Recht auf Jerusalem und auf unser Land verloren. Das palästinensische Volk wurde geteilt. Die Welt hat Israel anerkannt, aber nicht die Rechte der Palästinenser. Und die Abkommen haben den palästinensischen Widerstand als ein palästinensisches Recht beendet", sagt Barhoum

Der Wirtschaftswissenschaftler Maher Tabbaa wirft Israel vor, sich nicht an die Abmachungen gehalten zu haben, deshalb habe es negative Auswirkungen für die palästinensische Wirtschaft gegeben. "Eine hohe Arbeitslosigkeit, Armut und geringes Wirtschaftswachstum", zählt er auf. Das habe zu hohen Lebenshaltungskosten geführt und es beinahe unmöglich gemacht, in den Palästinensergebieten zu leben, meint Tabbaa.

Auf palästinensischer Seite sind die Abkommen von Oslo nie bindend ratifiziert worden, dennoch begann einen Monat nach der Unterzeichnung von Washington die Umsetzung der Vereinbarungen.