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Streit um Brexit-Pläne: Theresa May will nicht nachgeben

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Streit um Brexit-Pläne: Theresa May will nicht nachgeben

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Die britische Premierministerin Theresa May will trotz massiver Kritik vonseiten der EU und aus den eigenen Reihen an ihren Brexit-Plänen festhalten.

Brexit-Minister Dominic Raab betonte nach einer mehrstündigen Kabinettssitzung in London in einem Interview mit der BBC die unnachgiebige Position der Regierung:

"Die Premierministerin hat deutlich gemacht, dass wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, die Nerven bewahren und die EU hinsichtlich einiger ihrer Kritikpunkte unter Druck setzen. Wir werden weiter verhandeln".

Die Labour-Partei hält sich unterdessen die Option auf ein zweites Referendum über den EU-Austritt des Landes offen und hofft auf Neuwahlen. Dazu Labour-Spitzenpolitiker John McDonnell:

"Um es deutlich zu sagen: Wir haben uns dafür eingesetzt, dass wir in der EU bleiben und wir haben verloren. Also respektieren wir das. Daher ist jetzt die Frage, ob die Regierung ein annehmbares Abkommen vorlegen kann oder nicht. Wenn nicht könnte es Neuwahlen geben die Regierung muss Rechenschaft ablegen".

Die Brexit-Verhandlungen stecken derzeit in einer Sackgasse. Doch ein zweites Referendum über den EU-Austritt wird es zur Enttäuschung vieler EU-Befürworter wohl nicht geben. Ende März 2019 will Großbritannien die Europäische Union verlassen.