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Großer Bahnhof für Erdogan - 5.000 Polizisten im Einsatz

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Großer Bahnhof für Erdogan - 5.000 Polizisten im Einsatz

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Berlin bereitet dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan einen großen Auftritt.

Hubschrauber kreisen über Berlin, Scharfschützen auf dem Dach des Adlon

Erdogan ist zum ersten Mal seit 2014 wieder in Deutschland und wird Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Steinmeier treffen. Der Besuch wurde mit der höchsten Sicherheitsstufe eingestuft, 5000 Polizisten auf den Straßen Berlins eingesetzt, große Teile der Innenstadt sind gesperrt, der S-Bahnhof Brandenburger Tor ist geschlossen. Schon am Mittwoch hatte die Polizei mit Sprengstoffspürhunden kontrolliert. Gullys wurden zugeschweißt.

Proteste erwartet

Ein Sicherheitsproblem sind die angekündigten Proteste. Die Polizei erwartet Zehntausende von Menschen, darunter linke und kurdische Gruppen. Zugleich besteht die Sorge, dass nationalistische türkische Gruppen versuchen werden, die Demonstrationen zu stören.

Ali Ertan Toprak ist deutscher Politiker kurdischer Abstammung und CDU - Mitglied. Er ist führender Repräsentant der Kurdischen Gemeinschaft in Deutschland e. V.:

"Wir werden friedlich als kurdische Organisation Deutschlands demonstrieren. Wir werden alles tun, um uns nicht provozieren zu lassen, wer auch immer provozieren will."

Demonstrationen kurdischer Gruppen sind für die Polizei in Deutschland oft problematisch, in der Vergangenheit haben kurdische Demonstranten häufiger die Symbole der PKK gezeigt, die von der EU als terroristische Organisation eingeordnet wird.

"Die PKK ist in der EU und in Deutschland als terroristische Organisation eingestuft, die Symbole der PKK sind daher verboten. Aber natürlich besteht die Möglichkeit, dass junge radikalisierte und emotionalisierte Menschen die Symbole trotzdem zeigen. Aber wir, die kurdische Organisation Deutschlands, werden keine verbotenen Symbole zeigen."

Am Samstag reist Erdogan weiter nach Köln, wo er an der Eröffnung einer neuen Moschee teilnehmen wird. Auch dort werden auch Proteste erwartet.