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Türkischer Präsident landet in Berlin, erste Proteste am Flughafen

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Türkischer Präsident landet in Berlin, erste Proteste am Flughafen

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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist zu einem umstrittenen dreitägigen Staatsbesuch in Deutschland eingetroffen. Die Maschine der türkischen Delegation landete in Berlin-Tegel. Hier gab es erste Proteste von der Organisation „Reporter ohne Grenzen“, die auf die Inhaftierung kritischer Journalisten in der Türkei aufmerksam machte. Amnesty International forderte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, das Thema Menschenrechte anzusprechen.

Gedämpfte Erwartungen in Berlin

Der Staatsbesuch Erdogans steht unter den Zeichen der lang andauernden und tiefen politischen Spannungen, um deren Lösung beide Seiten bemüht sind. Allerdings sind inakzeptable Beleidigungen durch Erdogan oder die andauernde Inhaftierung deutscher Staatsbürger auch in Berlin noch nicht vergessen. Bei einer Bundestagsdebatte vor dem Besuch gab es fraktionsübergreifend scharfe Kritik am Kurs Erdogans.

Offizieller Beginn am Freitag

Heute will Erdogan Berater und Vertreter türkischer Organisationen treffen, das offizielle Programm beginnt Freitag. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt Erdogan mit militärischen Ehren. Später gibt es ein Arbeitsmittagessen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und abends ein Staatsbankett im Schloss Bellevue.

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