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Arbeitsalltag bei Ryanair Portugal: “Eine Grippe zählt nicht“

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Arbeitsalltag bei Ryanair Portugal: “Eine Grippe zählt nicht“

Arbeitsalltag bei Ryanair Portugal: “Eine Grippe zählt nicht“
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In Portugal sind wegen des Streiks bei Ryanair schätzungsweise (Sindicato Nacional Do Pessoal De Voo Da Aviação Civil) 12 Flüge gestrichen worden - Flugbegleiter von Ryanair in Portugal beschuldigen das irische Unternehmen, europäische Gesetze und die portugiesische Verfassung zu brechen, die Rechte der Arbeitnehmer nicht zu respektieren – Begründung für 24 Stunden internationalen Protest.

Tiago Mota, Gewerkschaft des zivilen Flugpersonals (Sindicato Nacional Do Pessoal De Voo Da Aviação Civil):

"Wir haben einen weiteren Streik aus den gleichen Gründen wie immer ausgerufen: Um für die Flugbegleiter Mindestlöhne zu garantieren, Eltern-Schutz und bei Arbeitsunfällen die gesetzlichen Mindestanforderungen."

Einige portugiesische Flugbegleiter hatten Angst, ein Interview vor laufender Kamera zu geben, schilderten anonym ihren Arbeitsalltag.

Ein Ryanair-Mitarbeiter: "Ryanair vertritt die Aufffassung, dass wir alle in Irland arbeiten. Wenn wir aber alle in Irland arbeiten, warum verdienen wir in den verschiedenen Ländern nicht das Gleiche?“

Ein Ryanair-Mitarbeiter: „Ich hatte einen Arbeitsunfall an Bord und musste ins Krankenhaus. Das Einzige, was Ryanair getan hat, war, mich anzurufen, um zu fragen, ob alles in Ordnung sei und dass sie die Kosten übernehmen. Das passiert oft. Keiner von uns weiß irgendwas über eine Arbeitsversicherung, die wir eigentlich haben sollten.“

Ein Ryanair-Mitarbeiter:

“Wenn wir in der Firma anrufen, um uns krank zu melden, müssen wir, wenn unsere Verfassung das zulässt, ins Büro am Flughafen kommen, um ein Krankheits-Formular auszufüllen. Aber eine Grippe zählt nicht."

Beim letzten Streik im Juli schickte Ryanair einen Brief an die Flugbegleiter mit den Worten: "Jedes Nichterscheinen wird in Ihrem Abwesenheitsbericht erfasst und zusammen mit allen relevanten Leistungsfaktoren bei der Beurteilung von Beförderungs- und Transfermöglichkeiten berücksichtigt.“

Filipa Soares, Euronews

"Euronews hat um ein Interview mit einem Vertreter von Ryanair in Portugal gebeten, aber es hieß, keiner stehe zur Verfügung.“.

su