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Kunst in Kigali - Leben nach dem Völkermord

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Kunst in Kigali - Leben nach dem Völkermord

Kunst in Kigali - Leben nach dem Völkermord
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Clàudia Prat
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Als Ruanda nach dem Völkermord von 1994 mit dem Wiederaufbau begann, gab es für Künstler keinen Anknüpfungspunkt. In der Hauptstadt Kigali gab es keine Kultur und erst 2007 eröffnete die erste Kunstgalerie im Kacyiru-Viertel. Am Anfang gab es weder Material, Werke noch eine Generation ältere Künstler von denen man lernen oder die man ablehnen konnte. Die Kunstszene in Ruanda startete aus dem Nichts.

2007 eröffnete das Ivuka Arts Center. Es sollte ein Treffpunkt für junge Künstler werden und ein Ort, an dem sie ihre Werke ausstellen können. Konzipiert hatte das Projekt Collin Sekajugo, ein in der Schweiz geborener Künstler mit ruandischen Wurzeln. Sein Ziel war es, zum Wiederaufbau und zur Heilung des Landes beizutragen.

Seitdem sind in Ruandas Hauptstadt ein halbes Dutzend weitere Kunstgalerien entstanden. Viele verfolgen das gleiche Prinzip wie das Kunstzentrum Ivuka: Neben einer Galerie wird Kunst- und Tanzunterricht gegeben.

Heute gibt es eine neue Generation zeitgenössischer ruandischer Künstler und viele von ihnen begannen im Ivuka Arts Center.