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Rumänien streitet über Ehe für Alle

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Am Wochenende stimmen die Rumänen darüber ab, ob die Ehe als Bund zwischen Mann und Frau in der Verfassung verankert werden soll. Mit einer solchen Verfassungsänderung würde es noch schwieriger werden, eingetragene Lebenspartnerschaften oder eine "Ehe-für-Alle" in Zukunft zu legalisieren.

Erst im Jahr 2001 wurde Homosexualität in Rumänien entkriminalisiert. Die sogenannte "Koalition für die Familie" steht hinter dem jetzigen Vorstoß zum Referendum. Eines ihrer Hauptargumente. Wenn die Ehe nicht klar definiert sei, könnten Homosexuelle womöglich auch Kinder adoptieren.

"Was soll daraus bloß werden? Sie wollen Kinder adoptieren. Warum? Wessen Kinder? Kinder entstehen aus der Beziehung zwischen Mann und Frau. Lassen Sie die ihre eigenen Kinder kriegen, mal schauen ob sie das könnnen", sagt ein rumänischer Rentner.

Die meisten Parteien des rumänischen Parlaments unterstützen die Initiative. Damit das Referendum gültig ist, müssen mindestens 30 Prozent der Wahlberechtigten abstimmen. Vertreter der LGBT Community haben deshalb dazu aufgerufen, die Abstimmung zu boykottieren.