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Rumänen stimmen über Verbot von Homo-Ehe ab

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Rumänen stimmen über Verbot von Homo-Ehe ab

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In Rumänien hat ein zweitägiges Referendum über die Festschreibung des Verbots der gleichgeschlechtlichen Ehe in der Verfassung begonnen.

Derzeit definiert Rumäniens Verfassung die Ehe geschlechtsneutral als Bund zwischen "Ehegatten". Die Initiatoren der Volksbefragung wollen erreichen, dass dieser im Grundgesetz durch "Mann und Frau" ersetzt wird. Dahinter steht die religiös motivierte Bewegung "Koalition für die Familie".

Das Oberhaupt der rumänisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Daniel, rief die Rumänen auf zur Wahl zu gehen. Die Teilnahme an der Abstimmung sei ein Recht, eine Ehre und ein Segen, sagte er bei der Stimmabgabe,

Knapp 19 Millionen Menschen sind stimmberechtigt. Beobachter rechneten mit einem klaren Ja für die Verfassungsänderung. Die Wahllokale schließen am Sonntag um 20 Uhr (MEZ). Erste Ergebnisse werden in der Nacht zum Montag erwartet.

Kritiker werfen der Regierung vor, mit diesem Referendum vom Streit um geplante Strafrechtsänderungen abzulenken, die korruptionsverdächtigen Politikern zugutekommen würden. Bürgerrechtler warnten zudem vor Fälschungen, unter anderem weil bei diesem Referendum das bewährte elektronische Überwachungssystem, das Mehrfach-Stimmabgaben verhindern soll, nicht eingesetzt wird.

Für die Gültigkeit der Volksbefragung reicht eine 30-prozentige Beteiligung der 18,9 Millionen Wahlberechtigten.