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Wasabi - das grüne Gold Japans

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Wasabi - das grüne Gold Japans

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Sie kennen Wasabi? Seien Sie sich da nicht so sicher! Wasabi ist eine Pflanze, die in Japan wächst, und deren unterer Teil frisch gerieben gegessen wird. In der Provinz Nagano wird Wasabi angebaut.

Sternekoch Thierry Voisin benutzt die Pflanze häufig in seiner Küche. Er sagt: "Wasabi ist eine der wichtigsten Zutaten in der japanischen Küche, es rundet die Gerichte gleichermaßen milde und kraftvoll ab."

Der Anbau von Wasabi

Die Pflanze wird in einem Gewächshaus mit Quellwasser bewässert und kann das ganze Jahr über geerntet werden. Gegessen wird von der Pflanze der Teil direkt über der Wurzel - frisch gerieben

Thierry Voisin: "Dieses Wasabi riecht und schmeckt sehr gut. Wie kommt das?"

Wasabi-Bauer Keiichi Mochizuki: "Das hier verwendete Wasser hat das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von etwa 13 bis 14 Grad, das ist eine sehr günstige Umgebung für Wasabi, und deshalb schmeckt es so gut."

Sophie Claudet: "Chefkoch Voisin, das Wasabi, das wir probiert haben, ist besser als das Wasabi aus der Tube, oder?"

Thierry Voisin: "Ja, es ist besser, die Tube ist zwar sehr praktisch, aber es gibt nichts Besseres als das frisch geerntete Naturprodukt"

Wasabi ist selten

In der Fabrik von Herrn Mochizuki wird eine Teil der Produktion für den Export nach Europa und Asien verpackt. Ein Kilo frisches Wasabi kostet etwa 400 Euro. Das grüne Gold aus Japan ist teuer, weil es selten ist:

"Die Herstellung dauert eineinhalb bis zwei Jahre. Außerdem gibt es nur wenige Produzenten und wenige Produktionsstätten, so dass die Menge an Wasabi sehr begrenzt ist, was es zu einem seltenen Produkt macht", erklärt Mochizuki.

In Tokio verrät uns Sternekoch Voisin ein Rezept mit Wasabi:

"Für unser Rezept bereiten wir eine Makrele in Weißwein zu, in Gelee und verfeinern das Ganze mit einem Wasabi-Sorbet. Und das Wasabi-Sorbet macht man folgendermaßen: Man bringt Milch, Sahne und Invertzucker zum Kochen. Ich reibe meinen Wasabi, und gebe es in meine Milch-Sahne-Mischung. Dann kommen noch einige Wasabi-Blätter dazu, das gibt dem Ganzen eine wirklich besondere Farbe. Die Mischung kommt in eine Schüssel und ins Gefrierfach. Und angerichtet wird das Sorbet auf einem Wasabi-Blatt. Et voilà!"

Sophie Claudet: "Man nimmt eine ganze Makrele?"

Thierry Voisin: "Ja, die Makrele, das Gemüse, etwas Marmelade. Und das Sorbet rundet den Geschmack ab."

Sophie Claudet: "Vielen Dank Thierry. Sie finden das Rezept auf euronews.com."

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