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Rechtspopulist Bolsonaro triumphiert in Brasilien

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Rechtspopulist Bolsonaro triumphiert in Brasilien

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Die brasilianischen Wutbürger haben gesprochen. Der Rechtspopulist Jair Bolsonaro hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Brasilien klar gewonnen. In der Stichwahl trifft er in drei Wochen auf Fernando Haddad von der linken Arbeiterpartei.

Bolsonaro spricht öfter abfällig über Minderheiten und lobt die Militärdiktatur. Nachdem ihn ein geistig verwirrter Mann vor einigen Wochen bei einer Wahlkampfveranstaltung mit einem Messer verletzte, ist sein Mythos noch weiter gewachsen.

Angesichts der ausufernden Kriminalität kommen die Forderungen Bolsonaros, genannt "Trump Brasiliens", nach einer Politik der harten Hand bei vielen Wählern gut an.

Der Ultrarechte Bolsonaro präsentiert sich als Anti-System-Kandidat, der mit dem Politzirkus nichts zu tun hat. Dabei ist der 63-Jährige selbst ein Insider.

Seit fast drei Jahrzehnten mischt er in der Politik mit und saß für neun verschiedene Parteien im Parlament. Allerdings wurde er bislang nie mit den großen Korruptionsskandalen in Verbindung gebracht.

Im Kampf gegen die ausufernde Kriminalität, pro Jahr werden in Brasilien über 60 000 Menschen getötet, will er den Waffenbesitz erleichtern. Zudem hat er angekündigt, die Spitzen der Ministerien mit Generälen zu besetzen.