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Geiselnahme in Köln: Terrortat nicht auszuschließen

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Geiselnahme in Köln: Terrortat nicht auszuschließen

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Nach der Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof untersucht die Polizei auch einen möglichen terroristischen Hintergrund. Der Einsatzleiter der Polizei, Klaus Rüschenschmidt, sagte, es seien am Tatort mehrere Camping-Gaskartuschen gefunden worden, von denen zwei mit Klebeband verbunden waren. Das nähre die Vermutung, dass es mehr als eine Geiselnahme war, betonte er. Die Ermittlungen laufen der Kölner Polizei zufolge in alle Richtungen, auch ein Terroranschlag sei nicht auszuschließen. Gegenüber Passanten soll der Täter geäußert haben, er sei Mitglied der Miliz Islamischer Staat, teilte die Polizei mit.

Der Mann hatte in einem Schnellimbiss im Bahnhof zunächst einen Molotow-Cocktail gezündet, eine 14-Jährige erlitt dabei Verbrennungen. Anschließend nahm der Täter in einer Apotheke eine Frau als Geisel, die ebenfalls Verletzungen erlitt. Beim Zugriff der Polizei wurde der Täter angeschossen und noch im Bahnhof von einer Ärztin reanimiert.

Am Tatort wurden Papiere eines 55 Jahre alten syrischen Staatsbürgers gefunden, der eine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland bis 2021 besitzt. Es sei wahrscheinlich, dass es sich hierbei um den Täter handele, gleichzeitig sei die Identität des Geiselnehmers aber noch nicht geklärt, so die Polizei.