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Medizinische Sensation: 10-Jährige überlebt "gehirnfressende Amöben"

Medizinische Sensation: 10-Jährige überlebt "gehirnfressende Amöben"
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Das 10 Jahre alte Mädchen aus der Region Toledo hatte sich im Schwimmbad von Torrijos mit PAM, der Primären Amöben-Meningoenzephalitis, infiziert. Die "Naegleria fowleri" wird auch "gehirnfressende Amöbe" genannt. In 97 Prozent aller Fäller endet eine Infektion bei den meist jungen Patienten innerhalb weniger Tage mit dem Tod.

Deshalb gilt die Heilung des Mädchens in Spanien als eine Sensation. Laut spanischen Medien handelte es sich um den ersten Fall von "Naegleria fowleri" im Land.

Die Amöben lieben hohe Wassertemperaturen.

RTVE via EBU
Mikrobiologin Isabel de Fuentes CorripioRTVE via EBU

Die Mikrobiologin, Isabel de Fuentes Corripio vom Nationalen Zentrum für Mikrobiologie CNM, erklärt:

"Man kann sie durch die Nase einatmen, so gelangen sie ins Gehirn, wo sie sich vermehren und die Zellen zerstören."

RTVE via EBU
Amöben lieben hohe WassertemperaturenRTVE via EBU

Die Medizinerin beruhigt auch, indem sie Statistiken anführt "Studien haben gezeigt, dass 80 Prozent der untersuchten Personen Antikörper gegen diese Art von Amöben entwickeln und keine Probleme damit haben. Selbst wenn sie damit in Kontakt kommen."

Das Ansteckungsrisiko bei PAM wird von Experten als gering eingestuft.

Vor wenigen Wochen hatte der Tod eines jungen Amerikaners, der sich im Surf-Urlaub mit "Naeglieria fowleri" infiziert hatte, für Aufsehen gesorgt.

Tatsächlich ist die Diagnose von PAM schwierig, weil Symptome wie Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit oder Erbrechen beinhalten. Später kann die infizierte Person unter steifem Nacken, Verwirrung, Unachtsamkeit, Gleichgewichtsstörungen leiden. In vielen Fällen ist die Krankheit schon zu weit fortgeschritten, bevor sie erkannt wird.

Das Robert-Koch-Institut informiert auf seiner Internetseite detailliert über Amöbenenzephalitis.