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Automobilhersteller warnen vor hartem Brexit

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Automobilhersteller warnen vor hartem Brexit

Automobilhersteller warnen vor hartem Brexit
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Über 1100 Lastwagen überqueren täglich den Ärmelkanal. Sie beliefern die britische Automobilindustrie mit Motoren und Ersatzteilen.

"Ein harter Brexit würde das gesamte Geschäftsmodell der Branche bedrohen", warnt der Europäische Automobilherstellerverband ACEA und fordert ein Worst-Case-Szenario zu verhindern.

Denn sollte es zu einem harten Brexit kommen würden die WTO-Regeln für den Handel zwischen Großbritannien und der EU gelten. Das hieße 10% Zoll auf Import und Export und steigende Kosten für die Verbraucher von etwa 5,7 Milliarden Euro im Jahr.

Die Verbraucher müssten demnach für ein britisches Auto, das in der EU gekauft wird 3000,- Euro mehr zahlen. Und für ein in der EU hergestelltes Auto, das in Großbritannien gekauft wird, 1700,- Euro mehr.

Außerdem warnt der Automobilherstellerverband vor massiven logistischen Problemen und Rissen in der Produktionskette. So plant BMW beispielsweise jetzt schon für April 2019, zumindest einen Teil der Produktion nach Holland zu verlagern.

Neue Abgasgrenzwerte bereiten den Autoherstellern zusätzliche Probleme.

Die Neuzulassungen in der EU sind in den ersten neun Monaten des Jahres zwar leicht gestiegen. In Großbritannien allerdings im gleichen Zeitraum um 7,5 % gesunken.

Die Verhandlungen über den Brexit waren zuletzt ins Stocken geraten. Der EU-Gipfel berät in Brüssel, wie es weiter gehen soll.

Der britische EU-Austritt ist für den 29. März 2019 vorgesehen.

Die britische Premierministerin Theresa May hält einen Durchbruch in den Verhandlungen in den nächsten Wochen für möglich.