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Erstmals seit mehr als 10 Jahren: Fall von BSE oder Rinderwahn in Großbritannien

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Erstmals seit mehr als 10 Jahren: Fall von BSE oder Rinderwahn in Großbritannien

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Reuters
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In Schottland hat es einen neuen Fall von BSE (Boviner spongiformer Enzephalopathie) oder Rinderwahnsinn gegeben - den ersten seit 10 Jahren. Das erkrankte Rind wurde auf einem Bauernhof Aberdeenshire entdeckt.

Um den Hof herum wurde eine Quarantänezone eingerichtet. während die Tierärzte versuchten, die Ursache der Krankheit zu identifizieren.

Die schottische Regierung sagte, dass dieser neue Fall von BSE für Menschen keine Gefahr darstelle.

"Ich habe den Reaktionsplan der schottischen Regierung aktiviert, um den Schutz unserer Landwirtschaft sicherzustellen", erklärte Schottlands Agrarminister Fergus Ewing.

BSE trat in Großbritannien erstmals Ende der 80er Jahre auf. Von dort aus breitete sich die Krankheit in andere Teile Europas aus.

Im Jahr 2010 hieß es dann, der Rinderwahnsinn sei in Europa weitgehend gebannt.

Doch jetzt kommen dunkle Erinnerungen wieder auf. BSE ist nämlich nicht nur für Kühe, Schafe und andere Tiere gefährlich, sondern kann auch auf den Menschen übertragen werden. Die menschliche Variante trägt den Namen Creutzfeld-Jakob-Krankheit.

Wie bei den Tieren wird dabei das Gehirn des Menschen befallen und langsam zerstört. Fehlgefaltete Prionen - d.h. Proteine, die es vorwiegend im Hirn gibt - spielen eine zentrale Rolle bei der Verbreitung von BSE.

Als Ursache für die ersten BSE-Fälle in Großbritannien in den 80er Jahren wurde verfüttertes Tiermehl oder auch Kadavermehl ausgemacht. Besonders Schafe gelten als anfällig für die Tierseuche.