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Kitas: In Deutschland klafft weiter die Betreuungslücke

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Kitas: In Deutschland klafft weiter die Betreuungslücke

Kitas: In Deutschland klafft weiter die Betreuungslücke
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Einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge fehlen in Deutschland rund 273.000 Kita-Plätze für Kleinkinder. Das berichtet die "Welt am Sonntag".

Betreuungslücke klafft weiter

Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das zahlenmäßig eine leichte Verbesserung, insgesamt standen rund 6.000 Betreuungsplätze mehr zur Verfügung. Doch die Betreuungslücke klafft weiter.

Dafür ist - neben der steigenden Zahl von Eltern, die einen Betreuungsplatz für ihren Nachwuchs suchen - auch die Geburten-und Zuwanderungszahl weiter gestiegen. In der Altersgruppe der unter Dreijährigen gab es 2018 48.000 Kinder mehr als im Vorjahr.

Insgesamt werden deutschlandweit 790.000 Kleinkinder tagsüber betreut, doch nach Angaben des IW liegt der Bedarf liegt wesentlich höher, bei rund 1,06 Millionen Betreuungsplätzen.

Erziehermangel verschärft das Problem

Neben Kita-Plätzen fehlen in Deutschland auch Erzieher. Der familienpolitische Sprecher der CDU, Marcus Weinberg, forderte in diesem Zusammenhang, dass man die Ausbildung von Fachkräften als "nationale Aufgabe" verstehen müsse.

Neues Gesetz solle Abhilfe schaffen

Erst in der vergangenen Woche hatte der Bund über das sogenannte "Gute-Kita-Gesetz" diskutiert, mit dem der Bund den Ländern in den kommenden vier Jahren rund 5,5 Milliarden Euro zur Betreuungsverbesserung zur Verfügung stellen will.