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Lehrerin mit (unechter) Waffe bedroht - Harte Strafen gegen Schüler (16) gefordert

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Lehrerin mit (unechter) Waffe bedroht - Harte Strafen gegen Schüler (16) gefordert

Lehrerin mit (unechter) Waffe bedroht - Harte Strafen gegen Schüler (16) gefordert
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In Frankreich werden harte Strafen gefordert, nachdem ein Video (siehe unten) in den Medien und in den sozialen Netzwerken für Aufsehen gesorgt hat. Es zeigt, wie ein 16-jähriger Schüler eine Waffe auf seine Lehrerin richtet und ihr sagt: "Du trägst mich als abwesend ein", dann korrigiert er sich "Du trägst mich als anwesend ein". Im Klassenzimmer wird auch gelacht. In französischen Schulen wird die Anwesenheit der Schüler überwacht, oft werden beim Fehlen der Schüler die Eltern - auch per SMS - informiert.

Erst später wurde bekannt, dass es sich bei der Waffe nicht um eine echte Pistole handelt. Die Szene hat sich am vergangenen Donnerstag in einem Gymnasium von Créteil nördlich von Paris abgespielt. Die Lehrerin hat einen Tag später, am Freitag, - unterstützt von der Leitung iher Schule - Anzeige erstattet.

Frankreichs Bildungsminister hat in zahlreichen Interviews am Montag seine Pläne für mehr Sicherheit in den Schulen erläutert. Von generellen Waffenkontrollen in Schulen hält Jean-Michel Blanquer nichts. Er will die einzelnen Schulleiter auch entscheiden lassen, wie am besten für die Sicherheit an ihren Schulen gesorgt werden kann.

Am Wochenende wurden zwei 16-Jährige vorübergehend in Untersuchungshaft genommen. Der eine Schüler soll die unechte Waffe in die Schule geschmuggelt haben, er sei auch - beleidigende Gesten machend - auf dem Video zu sehen. Der andere ist der Junge, der die Lehrerin mit der "Softair"-Pistole bedroht. Er hat sich laut französischen Medien begleitet von seinem Vater der Polizei gestellt.

Auf Twitter hatte der französiche Erziehungsminister Jean-Michel Blanquer die Tat verurteilt, exemplarische Strafen gefordert und der Lehrerin seine Solidarität versichert.

Die konservative Präsidentin der Region Ile-de-France schrieb auf Twitter, sie sei entsetzt über diesen neuen Akt der Gewalt durch einen Minderjährigen. Valérie Pécresse forderte, harte Strafen für die Jugendlichen.

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