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Jetzt Muslimin: Sinéad O'Connor konvertiert zum Islam

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Die irische Sängerin und Songschreiberin Sinéad O'Connor ist zum Islam übergetreten. Das gab die charismatische Künstlerin, die mit ihrer einfühlsamen Coverversion des Prince-Songs "Nothing Compares 2 U" weltberühmt wurde, auf Twitter bekannt.

Sie sei "stolz auf diesen Schritt", erklärte die 51-Jährige. Das sei "die natürliche Schlussfolgerung der Reise jedes intelligenten Theologen". Alle Wege führten letztlich zum Islam. Alle anderen heiligen Schriften seien daher überflüssig.

Gleichzeitig kündigte sie an, sie werde künftig auf den Namen Shuhada hören. Sie hatte ihren Familiennamen bereits im vergangenen Jahr in Magda Davitt geändert, um so wörtlich "frei von elterlichen Flüchen" zu sein.

Auf dem Twitter Profil unter dem Namen Shuhada Davitt prangt ein Nike-Logo mit der Aufschrift: "Wear a hijab - just do it" - ("Trag einen Hidschab, tu es einfach").

Shaykh Dr. Umar Al-Qadri, Chefimam des Islamischen Zentrums Irland, veröffentlichte ein Video von O'Connor, auf dem sie das Islamische Glaubensbekenntnis ausspricht.

Früher Priesterin, jetzt mit Kopftuch

1990 gelang O'Connor mit ihrem zweiten Album "I Do Not Want What I Haven't Got" der Durchbruch. Sie veröffentlichte später noch acht weitere Alben, doch an die frühen Welterfolge konnte sie nie wieder anknüpfen. Sie galt eigentlich als tief katholisch, auch wenn sie die Kirche scharf wegen der zahlreichen Missbrauchskandale kritisierte. 1992 zerriss sie vor laufender Kamera ein Foto von Papst Johannes Paul II.

1996 wurde sie nach einem sechswöchigen Studium der Theologie bei einer Zeremonie im Grand Hotel de la Grotte in Lourdes (Frankreich) zur Priesterin der orthodox-katholischen und apostolischen Kirche von Irland geweiht.

Sie nahm den Ordensnamen Mother Bernadette Mary an. Ihre Ordination wird von der römisch-katholischen Kirche nicht anerkannt.