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Saudis fördern weniger – Ölpreise steigen

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Saudis fördern weniger – Ölpreise steigen

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Die Ölpreise ziehen nach den starken Rückgängen der vergangenen Wochen wieder an. Händler nannten Hinweise auf Produktionskürzungen als Grund, vor allem aus
Saudi-Arabien. Der weltweit größte Öl-Exporteur wolle im Dezember pro Tag 500.000 Barrel weniger produzieren, sagte EnergieministerKhalid Al-Falih (Nachrichtenkanal „Al-Arabija“).

Khalid al-Falih, saudischer Energieminister:

„Die technische Analyse, die wir vom OPEC-Sekretariat und von unserem gemeinsamen technischen Ausschuss mit Blick auf Daten der Internationalen US-**Energiestatistik** (Energy Information Administration (EIA)) - gesehen haben, sagt uns, dass das Angebot im Vergleich zu Oktober um 1 Million Barrel pro Tag reduziert werden muss.“

Auch Äußerungen aus anderen Opec-Ländern lassen darauf schließen,
dass die Rohölförderung im kommenden Jahr sinken könnte.
Entsprechende Hinweise hatte ein wichtiges Erdölkomitee des Verbunds «Opec Plus» - bestehend aus der Opec und weiteren großen
Förderstaaten - am Wochenende gegeben. Der Ölminister von Oman sprach sich wie Al-Falih für eine Förderkürzung um eine Million Barrel je Tag aus.

Nach diesen Einlassungen stieg der Ölpreis um mehr als 2 Prozent. Am Montagmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 70,99 US-Dollar. Das waren 81 Cent mehr als am Freitag.

Höhere Ölpreise könnten Saudi-Arabien helfen, sein Budget auszugleichen – gleichzeitig steht Riad nach dem Mord an Jamal Khashoggi unter diplomatischem Druck.

Die Verbraucher haben rund um den Globus das Nachsehen – sie zahlen mehr fürs Tanken und die Transportkosten drücken auch die anderen Preise nach oben.

Die Förderländer hatten in Erwartung harter US-Sanktionen gegen den Iran mehr gefördert. Seit Anfang Oktober waren die Ölpreise auch deshalb um rund 20 Prozent gefallen.

su