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Brexit-Endspurt: Kein Vertrag im November

Brexit-Endspurt: Kein Vertrag im November
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Die Hoffnung auf einen Vertragsschluss noch im November schwindet, trotzdem sah Premierministerin May die Verhandlungen beim jährlichen Abendessen des Oberbürgermeisters in London in der letzten Runde, im "Endspiel".

Kein Vertrag im November

Kein Prunk, kein Pomp kann vergessen machen, das Theresa May die Scheidungsschlacht zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU nicht gewinnen kann - jedenfalls nicht zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

Theresa May, Premierminsterin, in ihrer Rede:

"Beide Seiten wollen eine Einigung, aber was wir verhandeln, ist immens schwierig, und ich scheue mich nicht davor. Bei den Brexit-Gesprächen geht es nicht um mich, sondern um das nationale Interesse, also die meiner Meinung nach richtigen Entscheidungen, nicht die einfachen. Ich werde bei dem, wofür die Menschen im Referendum gestimmt haben, keine Kompromisse eingehen. Dies wird keine Vereinbarung um jeden Preis."

EU: Vertrag steht - die letzten Meter sind immer die schwierigsten

In Brüssel wurde nach der letzten Gesprächsrunde kein Brexit-Durchbruch angekündigt, aber EU Verhandlungsführer Michel Barnier konnte den Ministern der übrigen 27 Mitgliedstaaten mitteilen, dass die Eckdaten eines möglichen Abkommens sehr weitgehend fest stünden. Allerdings seien die letzten Meter immer die schwierigsten.

Knackpunkt Irland

Größter Konfliktpunkt ist weiter die irische Grenze. Konservative Europaskeptiker fordern Zusicherungen, dass Großbritannien nicht in Zwischenlösungen wie einer "temporären" Zollunion praktisch doch Teil der EU bleibt, weil keine Einigung zur Grenze in Irland gefunden wird.

Mays Mehrfrontenkrieg

Theresa May kämpft an mehreren Fronten zugleich, zu Hause verhandelt sie unter anderem mit einem gespaltenen Kabinett. Eine wachsende Zahl konservativer Abgeordneter warnt, ihre Brexit-Pläne würden im Parlament nicht durchkommen.

Ein über die Verhandlungen gut informierter EU-Diplomat glaubt, dass die Gespräche wegen der Sensibilität der Themen nicht vor Weihnachten beendet sein dürften. Und Theresa May noch einen "Berg vor sich hätte, den es zu besteigen gelte.“

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