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Italien: Reaktionen zum Haushaltsstreit

Italien: Reaktionen zum Haushaltsstreit
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Am 13. November läuft die Frist ab, zu der Italien seine Haushaltspläne ändern soll. Die EU-Kommission hatte letzten Monat erklärt, der Haushaltsentwurf verstoße gegen die Euro Stabilitätsregeln

Nur noch ein Kaffee statt zwei

Seitdem ist zwischen Brüssel und Rom ein offener Streit ausgebrochen. Die einen pochen auf die Regeln, die andern wollen kostspielige Wahlgeschenke umsetzen.

Was sagen die Italiener zum Haushaltsstreit? Dieser Cafebesitzer erklärt, dass einige Kunden mittlerweile jeden Euro zwei Mal umdrehen.

"Manche Leute haben angefangen, auf kleine Ausgaben zu achten, und nicht auf die großen. In einem Cafe wird ja nur ein bisschen Geld ausgegeben. Einige Kunden nehmen jetzt nur noch eine Tasse statt zwei. "

Souverän oder nicht?

Der Streit um den Haushalt hat viele Italiener zum Nachdenken gebracht- über die Souveränität und die Unabhängigkeit ihres Landes.

"Sind wir ein souveräner Staat oder nicht? Können wir unser eigenes Schicksal bestimmen oder nicht? Es stimmt, wir sind Teil von Europa, aber das hat uns nach acht Jahren in diese Situation gebracht. Haben wir das Recht zu versuchen, die Dinge zu ändern?"

"Als Teil der Europäischen Union und als eines der Gründungsländer muss Italien gewisse Regeln einhalten. Aber ich denke, es ist richtig, dass Italien eine gewisse Autonomie hat, um die nationale Probleme zu lösen, aus denen die Europäische Union sich heraushält."

Italien steht mit 2,3 Billionen Euro in der Kreide - das sind mehr als 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. In Europa steht nur Griechenland noch schlechter da.