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May droht Misstrauensvotum

May droht Misstrauensvotum
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Die britische Premierministerin Theresa May hält an dem umstrittenen Brexit-Abkommen mit der EU fest. Dafür zahlt sie einen hohen Preis. Berichten zufolge könnte eine Misstrauensabstimmung in ihrer Fraktion unmittelbar bevorstehen.

Tory-Abgeordneter Steve Baker: "Wir können diese Linie nicht unterstützen und diese Linie wird von Premierministerin Theresa May verkörpert. Daher ist es einfach an der Zeit, das Misstrauensvotum abzuhalten und zu sehen, was die konservative Partei wirklich will."

Unklar ist, ob die Rebellen May wirklich stürzen können. Sie brauchen dafür eine Mehrheit der 315 konservativen Abgeordneten.

Tory-Abgeordneter Mark Francois: "Ich habe lange darüber nachgedacht und leider ist es so, dass ich das Vertrauen in die Premierministerin verloren habe. Der Deal, den sie ausgearbeitet hat, lässt uns halb in der EU und halb draußen. Dann ist es schlimmer als jetzt."

May hat aber auch Unterstützer, für die der Ruf nach einem Misstrauensvotum nicht unerwartet kommt.

Tory-Abgeordneter Rory Stewart: "Die Gegner des Abkommens wollen, dass Großbritannien zur EU stehen soll wie Singapur oder Thailand, also gar keine besondere Beziehung zur EU haben soll. Jede Art des Kompromisses, jede Art von Deal, der uns erlauben könnte, freien Handel zu betreiben, lehnen sie ab. Das war klar, dass sie sich dagegenstellen würden."

Bei der Vorstellung des Abkommens im Parlament war May am Donnerstag heftiger Widerstand entgegengeschlagen. Von allen Seiten hagelte es Kritik.

May warnte, ein Nein zu dem Abkommen würde bedeuten, "einen Weg tiefer und schwerwiegender Unsicherheit einzuschlagen".