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Gelbe Westen: Proteste gegen Spritpreis und Macron

Gelbe Westen: Proteste gegen Spritpreis und Macron
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In Frankreich gehen die Proteste gegen hohe Spritpreise und gegen Präsident Emmanuel Macron weiter. Die Gelben Westen (Gilets Jaunes) wollen am Samstag Paris lahmlegen.

Seit fast einer Woche blockieren die Gelben Westen Straßen, Autobahnen und Erdöldepots. Zwei Menschen kamen ums Leben, Hunderte wurden verletzt.

Jetzt schaltet sich der ehemalige Umweltminister Nicolas Hulot, der für die Spritpreiserhöhungen mitverantwortlich ist, in die Debatte ein: “Ich bereue die Entscheidung zur höheren Besteuerung von Benzin und Diesel nicht. Ich glaube, das Volk hat das verstanden. Aber ich unterstütze diese Entscheidung nur, wenn sie auch mit den entsprechenden sozialen Maßnahmen begleitet wird, und das war bisher nicht der Fall."

Umfragen zufolge unterstützen 8 von 10 Franzosen die Gelben Westen, zumindest im Geiste. Wieviele allerdings am Samstag bei der geplanten Riesenblockade von Paris mitmachen werden, ist fraglich.

Einer der Organisatoren, Franck Buhler, sagt: “Ich hoffe, dass alle aus den Vororten und der Umgebung kommen werden und dass die Pariser selbst auch die Hauptstadt ihres Landes, Frankreichs, in Besitz nehmen werden und entweder in gelben Westen auf den Straßen gehen werden oder im Schneckentempo mit dem Auto fahren."

Das Innenministerium hat massive Sicherheitsbedenken und bittet die Demonstranten, sich nur auf dem Champ des Mars, der Grünanlage neben dem Eiffelturm, zu versammeln. Die hohe Zahl der Verletzten in der vergangenen Woche zeige die Notwendigkeit, Versammlungen zu organisieren und zu überwachen, um den Schutz Aller zu gewährleisten.

Gegen Spritpreis und den "Schurken" Macron