Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Proteste in Tschechien nach gescheitertem Misstrauensvotum

Proteste in Tschechien nach gescheitertem Misstrauensvotum
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

In Prag haben nach einem gescheiterten Misstrauensvotum Tausende Bürger gegen die Regierung demonstriert. Unter dem Motto „für eine glaubwürdige Regierung“ forderten sie unter anderem den Rücktritt der Regierungsmannschaft um Ministerpräsident Andrej Babis.

Einer Umfrage des Senders CT zufolge ist jedoch nur eine knappe Minderheit von 44 Prozent der Tschechen für die Absetzung der Regierung. 48 Prozent sprechen sich für einen Verbleib aus. Staatspräsident Milos Zeman kritisierte die Proteste. Man dürfe nicht dem "Druck der grölenden Prager Massen" nachgeben, sagte der 74-Jährige nach Angaben seines Sprechers.

Grund für die Kontroverse sind Vorwürfe gegen Ministerpräsident Babis, über ein Unternehmen zu Unrecht EU-Subventionen erhalten zu haben. Außerdem erhebt sein ältester Sohn Vorwürfe, er sei auf die Krim-Halbinsel verschleppt worden, um nicht gegen seinen Vater aussagen zu können. Andrej Babis erklärte, sein Sohn sei psychisch krank.

Die Affäre belastet die Minderheitsregierung des Landes. Babis' Koalitionspartei blieb dem Misstrauensvotum fern.