Lage auf der Krim droht zu eskalieren

Lage auf der Krim droht zu eskalieren
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Das russische Vorgehen gegen ukrainische Schiffe im Asowschen Meer hat international Proteste ausgelöst.

EU und NATO verurteilten den Zwischenfall, bei dem ukrainischen Patrouillenbooten die Durchfahrt durch die Meerenge von Kertsch verweigert wurden.

Dabei wurde eines von einem russischen Schiff gerammt.

EU-Ratspräsident Donald Tusk forderte Russland auf, weitere Provokationen zu unterlassen.

Die Ukraine verhängte unterdessen das Kriegsrecht.

Moskau hielt an seiner Darstellung fest.

Aus geologischen Gründen sei die Durchfahrt durch die Meerenge von Kertsch ins Asowsche Meer eine schwierige Operation, sagte der russische Botschafter bei der EU, Wladimir Tschitschow.

Die Meerenge müsse regelmäßig ausgebaggert werden, weswegen Schiffe dort im Konvoi fahren müssten, eskortiert von der russischen Küstenwache.

Seit April hatte Russland den Schiffsverkehr von und nach ukrainischen Häfen durch zeitaufwendige Inspektionen gestört.

Dies sollte jedoch im Einklang mit internationalem Seerecht geschehen, so Bruno Lête vom German Marshall Fund in Brüssel.

Aus reiner Kulanz sollte Russland sich wenigstens mit der Ukraine abstimmen und diesen Schiffen bei einer problemlosen Durchfahrt der Meerenge helfen.

Russland habe indes nichts dergleichen getan.

Moskau rief den Westen unterdessen auf, die Ukraine vor einer weiteren Eskalation in der Meerenge von Kertsch abzuhalten.