Eilmeldung

Eilmeldung

Eskalation vor der Krim: Poroschenko will Kriegsrecht verhängen

Eskalation vor der Krim: Poroschenko will Kriegsrecht verhängen
@ Copyright :
Screenshot
Schriftgrösse Aa Aa

Nachdem ein russisches Kriegsschiff ein ukrainisches vor der Halbinsel Krim gerammt hat, will Präsident Petro Poroschenko das Kriegsrecht in seinem Land einführen. Darüber sollte das Parlament in Kiew in einer Sondersitzung an diesem Montag entscheiden. Bei der Eskalation im Asowschen Meer wurde auch geschossen, Russen kaperten drei ukrainische Schiffe. Laut ukrainischen Medien wurden mindestens sechs Menschen verletzt.

Präsident Petro Poroschenko sagte, das Kriegsrecht richte sich gegen die Aggression durch Russland und solle die Verteidigungskapazitäten der Ukraine stärken.

Trotz der steigenden Spannungen hat Russland an diesem Montagmorgen die Meerenge von Kertsch wieder geöffnet, die am Sonntag für die zivile Schifffahrt gesperrt worden war.

Russland wirft der ukrainischen Armee Grenzverletzungen im Asowschen Meer vor, die russische Seite blockierte drei ukrainische Schiffe unter der Brücke, die die Krim mit Russland verbindet. Moskau wirft den ukrainischen Schiffen vor, sie seien in russische Gewässer eingedrungen. Russische Medien bezeichnen dies als einen "Akt der Aggression".

Die russische Regierung hat will die Eskalation im UN-Sicherheitsrat besprechen. Die Ukraine hat sich an die NATO gewandt.

Russland hatte die Halbinsel Krim 2014 annektiert. Im darauf folgenden Krieg wurden laut UN-Angaben mehr als 10.000 Menschen getötet.

Eigentlich hatten Moskau und Kiew im Abkommen von Minsk, das auch unter der Vermittlung Deutschlands ausgehandelt wurde, beschlossen, die Lage zu befrieden.