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Die Kunst der südfranzösischen Parfumeure ist Weltkulturerbe

Die Kunst der südfranzösischen Parfumeure ist Weltkulturerbe
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Seit dem 16. Jahrhundert wird in der Provence Parfum hergestellt. Die Unesco hat die Kunst der südfranzösischen Parfumeure jetzt in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Sie decke mehrere traditionelle handwerkliche Schritte von der Züchtung der Duftpflanzen, über das Wissen zu deren Umwandlung bis hin zur Kunst, den Duft zu komponieren.

Olivier Polge, Chanel's Chefparfumeur

"Das Geheimnis liegt in der Formel, aber auch in der Qualität der Rohstoffe. Sie sind wie die Farben auf der Palette eines Malers. Wir haben unsere eigene, und es ist sehr wichtig, sie zu erhalten."

Die Parfummetropole Grasse in der Provence hofft Dank des Welterbestatus auf besseren Schutz der Felder, auf denen Duftpflanzen wie Jasmin und Nachthyazinthen wachsen, und mehr Unterstützung für die Bauern des Sektors. Seit Jahrzehnten kämpfen sie gegen die Konkurrenz anderer Produktionsstandorte und gegen preisgünstigere synthetische Duftstoffe.

Die Unesco-Liste enthält rund 470 Titel von Tanz über Theater, Musik und Handwerk und soll traditionelles Wissen schützen, das von Gemeinschaften in aller Welt weitergegeben wird.

Die Adelung zur schützenswerten Kulturform erfuhren unter anderem die Übergangsriten der Massai-Männer in Kenia, der Reggae aus Jamaika oder eine traditionelle meteorologische und astronomische Praxis aus Pakistan.