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Grenzzaun zwischen Ukraine und Russland erinnert an deutsche Teilung

Grenzzaun zwischen Ukraine und Russland erinnert an deutsche Teilung
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Ein Dorf, getrennt durch einen Zaun. Die ukrainisch-russische Grenze teilt das Leben der Menschen von Chertkovo und Milove. So wie das von Valentina.

"Wir schauen Tag und Nacht auf diesen Zaun. Es ist so, als ob man auf ein Gefängnis blicken würde.

Das ist meine Schwester. Wie sollen wir uns bloß unterhalten?

"Völkerfreundschaft", so hieß früher die Strasse, die beide Dorfteile durchquerte. Anfang des Jahres haben russische Wachen an dieser Stelle einen Grenzzaun errichtet.

Raisa versteht nicht, was mit der Welt los ist.

Der Zaun ist stark bewacht. Selbst das Übergeben eines Glases Gurken an die Verwandten über den Stacheldraht ist ein Vergehen.

Anatoliy wartet auf seine Dokumente. Er möchte zu seiner Tochter und seinem Enkel auf die andere Seite.

"Die Leute von Milove arbeiten in Chertkovo, und die aus Chertkovo in Milove. So war das immer. Und jetzt - der Zaun, Stacheldraht, mitten auf der Straße. Ich weiß nicht, irgendwie fühlen wir uns wie kleine Insekten."

Ruslan ist stellvertretender Chef der Grenzwache der Region Luhan:

"Die Menschen waren zunächst nicht zufrieden mit dem Zaun. Aber es gibt auch welche, die verstehen, dass die Landesgrenze bewacht werden muss".