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Rekordernte in Abchasien

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Rekordernte in Abchasien

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Es ist eine Rekordernte in Abchasien am Schwarzen Meer: Rund 30.000 Tonnen Mandarinen werden die Bauern hier laut Prognosen dieses Jahr ernten. Die Früchte werden nach Russland verkauft, wo sie traditionell am Silvesterabend gegessen werden.

Die Ernte in diesem Jahr ist sehr gut und von sehr hoher Qualität.

Irina Kobalia Verkäuferin aus Abchasien

In Abchasien werden Mandarinen alle von Hand gepflückt. Obstpflücker Leva Terteryan erklärt:

"Wir pflücken sie Stück für Stück, bringen sie in ein Lager, dann durch den Zoll nach Russland. Natürlich sind wir glücklich. Es ist unsere Goldmine. Wir leben von den Mandarinen hier in Abchasien."

Zweieinhalb Mal mehr Exporte

Russland hat letzten Monat zweieinhalb Mal mehr abchasische Mandarinen importiert als im gleichen Zeitraum von 2017.

Irina Kobalia ist Verkäuferin aus Abchasien. Sie ist froh über die gute Ernte, bleibt jedoch realistisch:

"Das bedeutet nicht, dass wir alle gleichzeitig Millionäre werden. Aber wir werden gute Einnahmen haben. Die Ernte in diesem Jahr ist sehr gut und von sehr hoher Qualität. Die erste dieser Art seit langem."

Mandarinen sind einer der Hauptexporte von Abchasien, das sich Anfang der 90er Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion von Georgien gelöst hat. Völkerrechtlich gilt es aber immer noch als Teil Georgiens. Abchasien wird von Russland unterstützt und wurde von ihm im August 2008 als unabhängiger Staat anerkannt.

Nach Verlusten nun wieder Gewinne

Die diesjährige reiche Ernte kommt nach einer Insekteninvasion im letzten Jahr gerade recht. Bei der hatten die Obstbauern mehr als die Hälfte ihres durchschnittlichen Einkommens verloren.

Besorgt über die Situation führte Russland im März 2018 ein vorübergehendes Einfuhrverbot für Obst- und Schalenfrüchte aus Abchasien ein.

"Letztes Mal war die Ernte klein. Dieses Jahr haben die Menschen nicht genug Zeit, um alle Früchte zu pflücken", sagte Obstpflücker Leva Terteryan.

Für den russischen Markt sind die Mandarinen aus Abchasien nur eine geringe Menge. Sie bekommen weitere aus China, Marokko und der Türkei. Aber für die Wirtschaft der kleinen Kaukasusrepublik ist der russische Markt der einzige.