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Soros-Uni zieht um: "Die Rote Linie wurde überschritten"

Soros-Uni zieht um: "Die Rote Linie wurde überschritten"
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Reuters
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Der Direktor der Zentraleuropäischen Universität, Michael Ignatieff, hat den Umzug der CEU von Budapest nach Wien als "dunklen Tag für Ungarn und dunklen Tag für die die akademische Freiheit in Ungarn" beschrieben. Auf Druck der rechtsnationalen Regierung in Budapest zieht das von George Soros gegründete Institut nach 26 Jahren ersmals um. Ignatieff sprach mit Euronews-Korrespondentin Beatrix Asboth:

Michael Ignatieff, Direktor der Zentraleuropäischen Universität:

"Ich bin mit einer Ungarin verheiratet und ich mag das Land sehr. Ich bin traurig, muss aber meinen Job erledigen. Mitglieder der ungarischen Regierung haben das Bard-College besucht, wo wir im April unser Programm haben, und sie haben sich zufrieden geäußert. Sie sagten, ja, es gebe ein akademisches Programm. Und sie wollten ihren Bericht an Orban übermitteln. Das ist wohl der Wendepunkt der Geschichte.. Die Regierung entschied, keine Vereinbarung zu unterzeichnen, keine Lösung zu suchen und die CEU aus Ungarn zu verbannen."

euronews:

"Die Trump-Regierung hat den Verbleib der CEU in Budapest als Priorität eingestuft."

Michael Ignatieff:

"Wir haben nicht die notwenige Hebelwirkung gesehen, um die Orban-Regierung von einer Richtungsänderung zu überzeugen. Die Orban-Regierung will mit Entschlossenheit eine US-Institution aus Ungarn zwingen. Aus unserer Sicht ist das ein Skandal. Aber es obliegt den Amerikanern, etwas zu tun."

euronews:

"Wie lautet ihre Botschaft an die Europäische Volkspartei - wenn sie denn eine haben. Sie hat die akademische Freiheit in Ungarn als ihre Rote Linie bezeichnet."

Michael Ignatieff:

"Nun, die Rote Linie wurde überschritten. Das ist nicht sehr kompliziert. Die Fidesz-Partei befindet sich im Zentrum der Europäischen Volkspartei. Sie trug Verantwortung. Die Wähler werden entscheiden, ob sie ihrer Verantwortung gerecht geworden ist. Aus meiner Sicht ist die Rote Linie überschritten."