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Macron redet um 20 Uhr - doch wie konmt er aus der Krise?

Macron redet um 20 Uhr - doch wie konmt er aus der Krise?
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REUTERS/Stephane Mahe
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In der Krise um die Proteste der sogenannten "Gelben Westen" hält Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an diesem Montagabend eine Fernsehansprache. Einer der Slogans bei den Demonstrationen ist immer wieder "Macron démission", die Forderung nach dem Rücktritt des Präsidenten.

Die bisherigen Zugeständnisse seiner Regierung haben die Protestierenden nicht überzeugt. Dabei wurden die geplanten Steuererhöhungen auf auf die Spritpreise - die die Proteste ausgelöst hatten - bereits zurückgenommen.

Die vorgesehenen verschärften TÜV-Kontrollen wurden abgeblasen.

Und die Regierung hat die Gas- und Strompreise eingefroren.

Doch der Katalog mit den Forderungen der "Gelben Westen" geht über die bisher gemachten Versprechen der Regierung hinaus - ein Hauptanliegen ist die Kaufkraft, die zumindest dem Gefühl der "Gilet jaunes" (der "Gelben Westen") nach in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen ist.

Ein Vertreter der "Gilets Jaunes" erklärt: "Wir wollen diese Steuererhöhungen nicht - und darüber hinaus wollen wir mehr Kaufkraft, höhere Löhne, einen höheren Mindestlohn, die Wiedereinführung der Reichensteuer - und nicht nur das...."

Noch stärker als auf die Regierungsmannschaft von Premier Edouard Philippe ist der Druck auf den Präsidenten Emmanuel Macron. Bei einem Besuch in der Region Puy de Dôme wurde der bald 40-Jährige durchs Autofenster angefeindet. Und bei einem Treffen mit Lokalpoliitikern kritisierten diese auch seinen autoritären Führungsstil und beklagten den Mangel an Kommunikation. Karl Olive, der Bürgermeister von Poissy im Hinterland der Hauptstadt, sagte nach dem Gespräch mit Macron: "Ich glaube, dass der Präsident verstanden hat, dass es einen Bruch zwischen ihm und den Leuten vor Ort gab."

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