Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Brexit-Vorbereitung: Britische Soldaten in Bereitschaft

Brexit-Vorbereitung: Britische Soldaten in Bereitschaft
Copyright
Reuters/Henry Nicholls
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Die britische Regierung verstärkt ihre Vorbereitungen für den Fall der Fälle: Also ein Ausscheiden aus der Europäischen Union ohne Abkommen mit Brüssel. Eine verantwortungsbewusste Regierung müsse für ein solches Szenario gewappnet sein, sagte Brexit-Minister Steve Barclay.

Die Vorbereitungen auf der Insel betreffen auch die Armee, wie Verteidigungsminister Gavin Williamson betonte. „Wir haben bisher noch keine offizielle Anfrage eines Ministeriums erhalten, aber wir richten Kontingente ein und versetzen 3500 Armeeangehörige - Berufssoldaten und Reservisten - in Bereitschaft, um jedes Ministerium mit dem notwendigen Kontingent unterstützen zu können", so Williamson.

Die Europäische Union lehnt Nachverhandlungen ab, das zwischen Brüssel und London vereinbarte Abkommen muss noch vom britischen Parlament gebilligt werden. Dass sich dort eine Mehrheit findet, ist derzeit zweifelhaft.

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier sagte im Rahmen eines Arbeitsbesuches bei seinem französischen Amtskollegen in Paris:

„Niemand in Europa kann sich einen britischen EU-Austritt ohne Abkommen leisten. Der würde den wirtschaftlichen Interessen aller schaden, insbesondere im Vereinigten Königreich. Es ist klar, dass man negative wirtschaftliche Auswirkungen nicht vollständig ausschließen kann, doch wir können versuchen, diese so weit wie möglich zu begrenzen", betonte Altmaier.

Die britische Handelskammer geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im Vereinigten Königreich in diesem Jahr nur um 1,2 Prozent wachsen wird, das wäre der niedrigste Wert seit 2009. Der seit Monaten herrschende Schwebezustand habe bereits Investoren verschreckt, sagen Ökonomen.