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Kongo: Bekanntgabe der Wahlergebnisse verzögert sich

Kongo: Bekanntgabe der Wahlergebnisse verzögert sich
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Die Bekanntgabe der Wahlergebnisse in der Demokratischen Republik Kongo verzögert sich. Sie soll nun in der kommenden Woche erfolgen, wie der Leiter der Wahlkommission gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.

In der Demokratischen Republik Kongo steht nach Wahlen (30/12/2018) für einen neuen Präsidenten, das Parlament und Provinzvertretungen der Wahlsieger wohl schon fest. Doch das Ergebnis wird laut der katholischen Kirche zurückgehalten.

Nach der nach Wahlbeobachtern weitgehend friedlichen Abstimmung werden gewalttätige Demonstrationen befürchtet.

Der Nachfolger des seit 17 Jahren autoritär regierenden Präsidenten Joseph Kabila soll am 18. Januar vereidigt werden. Dabei wurde in drei Regionen des Landes, die als Hochburgen der Opposition gelten, wegen eines Ebola-Ausbruchs noch nicht einmal gewählt. Seinem Gefolgsmann Emmanuel Ramazani Shadary werden die besten Chancen eingeräumt.

Die Sprecherin des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, Ravina Shamdasani:

„Journalisten, Kandidaten der Opposition und Menschenrechtsverteidiger werden weiter eingeschüchtert und schikaniert. Dies ist eine sehr heikle Zeit, eine sehr angespannte Zeit, in der wir uns Sorgen machen, dass die Bemühungen, den Dissens zum Schweigen zu bringen, bei Bekanntgabe der Ergebnisse erheblich nach hinten losgehen könnten.“

USA SCHICKEN SOLDATEN

Der Wahlsieger sollte eigentlich am kommenden Sonntag verkündet werden. Der Chef der nationalen Wahlkommission teilte jedoch mit, wegen logistischer Probleme werde sich die Bekanntgabe des Ergebnisses voraussichtlich verzögern.

Die Wahlen in dem rohstoffreichen Krisenstaat mit etwa 81 Millionen
Einwohnern waren von mehreren Pannen und Gewalt begleitet worden. Im Osten etwa erzwangen bewaffnete Rebellen die Schließung einiger Wahlbüros. Schon vor den Wahlen war es in Regionen zu Unruhen gekommen, in denen die Stimmabgabe für rund 1,2 Millionen Menschen auf März verschoben worden war. Die Wahlkommission begründete diese Maßnahme mit einem Ebola-Ausbruch und Terrorgefahr. Während der
Auszählung der Stimmen schaltete die Regierung zudem das Internet ab.

Zum Schutz ihrer Staatsbürger und diplomatischen Einrichtungen im Kongo haben die USA rund 80 Soldaten nach Libreville im westafrikanischen Gabun geschickt.

su