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Echt jetzt? Grünen-Chef Habeck (49) sagt Twitter Adieu

Echt jetzt? Grünen-Chef Habeck (49) sagt Twitter Adieu
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"Ein Jahresanfang, der in digitaler Hinsicht doppelt daneben war: Erst der Angriff auf die privatesten Daten meiner Familien, die via Twitter veröffentlich wurden. Dann noch einmal über Twitter ein Fehler meinerseits – und zwar der gleiche zum zweiten Mal: Wie dumm muss man sein, einen Fehler zweimal zu begehen?" In einem Blog-Eintrag erklärte Robert Habeck, der Co-Chef der deutschen Grünen, seinen Ausstieg aus den sozialen Medien an, er wolle seine Auftritte bei Twitter und Facebook löschen. „Nach einer schlaflosen Nacht komme ich zu dem Ergebnis, dass Twitter auf mich abfärbt“, schrieb er. In keinem anderen Medium gebe es so viel Hass, Böswilligkeit und Hetze. „Offenbar triggert Twitter in mir etwas an: aggressiver, lauter, polemischer und zugespitzter zu sein – und das alles in einer Schnelligkeit, die es schwer macht, dem Nachdenken Raum zu lassen. Offenbar bin ich nicht immun dagegen“, schrieb Habeck weiter.

Er habe das Gefühl, dass unter anderem dieser Einfluss dazu geführt habe, dass er nun schon zum zweiten Mal ein fragwürdiges Video-Statement bei Twitter abgegeben habe. Auch seinen Facebook-Account wolle er löschen.

Denn er wolle gern wieder „konzentrierter sein, fokussierter und auf die lange Distanz geeicht, nicht auf den kurzfristigen Geländegewinn.“ Das gesamte Statement, ist auf seiner Webseite nachzulesen.

Einige meinen, Habeck wolle mit dem Rückzug vor allem von seinem Faux pas ablenken. Bei ZEIT ONLINE schreibt Katharina Schuller von einem "Schnellschuss" Habecks: "Kurzfristig könnte das einen politischen Fehler vergessen machen. Langfristig liegt der Grünen-Chef falsch."

Andere vermissen ihn schon.

Was war zuvor geschehen?

Robert Habeck gehört zu den Politikern, die massiv vom Datenklau betroffen waren. Sogar persönliche Chats des Grünen wurden veröffentlicht.

In Thüringen wird Ende Oktober 2019 ein neuer Landtag gewählt. Aus diesem Anlass hatte Robert Habeck in einer Videobotschaft auf Twittererklärt: "Wir versuchen, alles zu machen, damit Thüringen ein offenes, freies, liberales, demokratisches Land wird, ein ökologisches Land."

Allerdings wird das Bundesland Thüringen seit 2014 von einer rot-rot-grünen Regierungskoalition mit Ministerpräsident Bodo Ramelow (DIE LINKE) an der Spitze regiert.

Schon vor der Bayernwahl im Herbst 2018 hatte Robert Habeck dort Demokratie gefordert und sich danach für seine "lasche" Formulierung entschuldigt.

Die Grünen in Thüringen, die 2014 auf 5,7 Prozent der Stimmen gekommen waren, haben das Video von Robert Habeck dann gelöscht und in einer Erklärung hinzugefügt, dieser sei falsch verstanden worden.

Doch so ganz verschwunden ist das Video nicht....

Und die Reaktionen sind zahlreich.

Spott kam auch vom Spitzenkandidaten der CDU in Thüringen.

Auch SPD-Politiker kommentierten.

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