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May wirbt verzweifelt für EU-Austrittsabkommen

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Ben Birchall/Pool via REUTERS
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Kurz vor der Abstimmung über das EU-Austrittsabkommen haben sich die britische Premierministerin Theresa May und Jeremy Corbyn, Vorsitzender der oppositionellen Labour-Partei, ein leidenschaftliches Rededuell geliefert.

May warnte die Abgeordneten eindringlich davor, das Abkommen abzulehnen.

„Ich rufe allen Abgeordneten zu: Welche Schlussfolgerung Sie bislang auch gezogen haben, schauen Sie sich das Abkommen in den nächsten 24 Stunden noch einmal an. Es ist nicht perfekt, und es handelt sich um einen Kompromiss. Doch wenn die Geschichtsbücher geschrieben werden, wird man auf diese Entscheidung des Parlamentes blicken und fragen: Haben wir den Auftrag, die Europäische Union zu verlassen, umgesetzt, haben wir unsere Wirtschaft, unsere Sicherheit und unseren Staat geschützt oder haben wir das britische Volk hängen lassen?", so May.

Corbyn warf der Regierung vor, die in Aussichten gestellten rechtlichen Zusagen der Europäischen Union nicht beschafft zu haben.

„Die Regierung versinkt im Chaos. Sollte das Abkommen der Premierministerin abgelehnt werden, ist die Zeit für Neuwahlen und für eine neue Regierung gekommen", rief Corbyn im Parlament.

Der ursprüngliche Abstimmungstermin im Dezember wurde seinerzeit kurzfristig abgesagt, da die Regierung eine Niederlage fürchtete. Sollten die Abgeordneten das Abkommen mehrheitlich durchfallen lassen, muss die Regierung laut Parlamentsbeschluss innerhalb von drei Sitzungstagen einen Plan B vorlegen.