Eilmeldung

Rüstung: Russlands Außenminister rügt die USA

Rüstung: Russlands Außenminister rügt die USA
Copyright
REUTERS/Denis Balibouse
Schriftgrösse Aa Aa

Russlands Außenminister Sergei Lawrow hat auf seiner jährlichen Pressekonferenz die USA kritisiert. Die beiden Länder streiten über neue russische Raketen mit unbekannter Reichweite, die der US-Regierung zufolge den drei Jahrzehnte alten Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme verletzen.

"Wir sind weiterhin zur Zusammenarbeit bereit, um den Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme zu retten", so Lawrow, "ich hoffe, die europäischen Staaten, die am Fortbestand des Vertrages interessiert sind, folgen nicht dem amerikanischen Beispiel." Von der US-Regierung erhoffe er sich mehr Professionalität im Dialog über die Rüstungspolitik.

Seine Regierung habe den USA angeboten, die Waffensysteme von Experten untersuchen zu lassen. Washington habe jedoch weiter auf ein Ultimatum beharrt, das eine Zerstörung der Marschflugkörper 9M729 und der damit verbundenen Technologie vorsieht.

Daneben lässt das Thema Brexit auch Russland nicht unberührt. Lawrow verwehrte sich gegen Vorwürfe, Russlands Regierung würde mit Schadenfreude auf die Ablehnung des Brexit-Deals reagieren. Die wirtschaftlichen Folgen seien auch seinem Land nicht egal. Aber Russlands Regierung wolle nicht, wie es andere Regierungen tun würden, eingreifen: "Wir tun so etwas nicht. Falls Großbritannien die EU verlässt, wollen wir selbstverständlich mit beiden Partnern kooperieren."

Weiteres Thema war der Syrien-Krieg. Darum und um den Konflikt mit der Ukraine wird es auch beim Moskau-Besuch des deutschen Außenministers Heiko Maas am Freitag gehen.

Lawrow nannte außerdem den Aufruf an Serbien unanständig, das Land solle die Position der EU gegenüber Russland einnehmen und so auch Sanktionen unterstützen. Lawrow ortet die Haltung 'Ihr seid mit uns oder ihr seid mit Russland'; diese zeuge von einer längst überholten Geisteshaltung.

Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.