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Abriss: Das Skelett von Genua

Abriss: Das Skelett von Genua
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REUTERS/Massimo Pinca
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In der norditalienischen Stadt Genua hat der Abriss der Unglücks-Brücke begonnen. Innerhalb von sieben Stunden soll ein großes Teilstück langsam zu Boden gebracht werden.

Die Morandi-Autobahnbrücke war vor einem halben Jahr eingestürzt und hatte zahlreiche Häuser unter sich begraben. 43 Menschen starben.

Von der Tragödie haben sich viele Italiener bis heute nicht erholt. Kurz vor dem Beginn der Bauarbeiten interviewte Euronews wir die Anwohnerin Anna Rita Certo. Sie sagte, "unser Leben hat sich völlig verändert. Wir sind 600 Menschen, die ihr Zuhause verloren haben. Wir haben noch ein paar Stunden Zeit, um unsere Sachen zu holen. Allerdings war uns von dem Moment an klar, als die Brücke zusammenbrach, dass wir nicht mehr in unsere Häuser hineingehen können."

Kommt es zur Klage?

Wer Schuld am Unglück trägt, ist juristisch noch nicht geklärt. Die Staatsanwaltschaft Genua ermittelt gegen 20 Beschuldigte, unter ihnen Mitarbeiter von Ministerien und der Autobahngesellschaft. Ob es überhaupt zur Anklage kommt, ist noch unklar.

Straffer Zeitplan für den Wiederaufbau

Klar scheint hingegen der Zeitplan für den Wiederaufbau.

Euronews-Korrespondentin Loredana Pianta schätzt, "der komplette Abriss soll spätestens im Juli beendet sein. Aber der Bau der neuen Brücke wird bereits im April beginnen und laut Planung nach einem Jahr abgeschlossen sein. Das ist unglaublich für ein Land wie Italien, wo Arbeiten dieser Größenordnung normalerweise zehn Jahre dauern."