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Guaidó: Erste Hilfslieferung erreicht Venezuela

Guaidó: Erste Hilfslieferung erreicht Venezuela
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Aufgrund der Krise im eigenen Land brechen zahlreiche Venezolaner ins Nachbarland Kolumbien auf. Dort hoffen sie auf Essen und Medikamente. Denn genau daran fehle es, sagt ein Venezolaner im Interview: "Auch wenn die Regierung sagt, dass es eine Lüge ist, ist es die Wahrheit. Menschen sterben in Krankenhäuser, weil Medikamente fehlen."

Blockaden verhindern Hilfslieferungen

Hilfsgüter aus dem Ausland wurden bisher von Präsident Nicolás Maduro blockiert. Jetzt verkündete Oppositionsführer Juan Guaidó auf Twitter, dass er eine Lieferung erhalten habe. Wer die Medikamente und das Essen gesendet hat, verriet Guaidó nicht.

Mehrere Staaten und Organisationen versuchen seit längerer Zeit, Venezuela zu unterstützen. In dem südamerikanischen Land haben seit Beginn der Wirtschaftskrise Unterernährung und Krankheiten zugenommen.

Wie geht es politisch in Venezuela weiter?

Außerdem hofft Venezuelas Opposition auf die Unterstützung anderer Staaten, um eine Demokratie aufbauen zu können. Das machte ein von Guaidó für die Organisation amerikanischer Staaten beauftragter Diplomat deutlich. Gustavo Tarre sagte: "Wir brauchen neue Wahlen. Wahlen ohne Betrug, ohne Druck, ohne gekaufte Stimmen, ohne dass der Hunger der Menschen ausgenutzt wird, damit sie eine bestimmte Richtung wählen."

Venezuelas in die Kritik geratener Präsident Maduro weigert sich bisher, erneute Wahlen durchzuführen. Für ihn sind die Hilfslieferungen zudem Teil einer US-Strategie, um ihn zu untergraben und dann zu stürzen.