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Neuer Rückschlag für May- EU-freundliche Politikerinnen verlassen Partei

Neuer Rückschlag für May- EU-freundliche Politikerinnen verlassen Partei
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Die britische Premierministerin Theresa May hat im Ringen um eine Brexit-Einigung mit der Europäischen Union in London einen neuen Nackenschlag eingesteckt.

Drei EU-freundliche Abgeordnete traten aus ihrer konservativen Partei aus und schlossen sich einer neuen "Unabhängigen Gruppe" im Unterhaus an.

Sarah Wollaston, Anna Soubry und Heidi Allen üben scharfe Kritik an den erzkonservativen Brexit-Hardlinern:

"Die Konservativen waren immer für ihre wirtschaftliche Kompetenz bekannt. Aber wir haben einem Kabinettsminister erlaubt, "Scheiß auf die Wirtschaft" zu sagen und wir haben eine Premierministerin, die von den Brexitextremisten unterworfen wird. Mit schreien und treten wird dieses Land in einen ungeordneten Brexit manövriert. Ich bin damit fertig. Ich möchte Teil von etwas Besserem sein, Teil einer Partei die die Leute wählen, weil sie es wollen".

Auch die Abgeordnete Anna Soubry hat ihren Parteiaustritt erklärt und will nun Bewegung und womöglich neue Konstellationen in das britische Parlament bringen.

An die Millionen von Menschen, die sich von unseren beiden gebrochenen Parteien verlassen und nicht dargestellt fühlen. Wir teilen ihre Werte, ihre Träume und ihre Ziele. Wie alle sind wir müde von den Stammeskonflikten. Wir haben es satt, dass die britische Politik von Extremen dominiert wird. Es ist Zeit für Veränderungen und wir können mit ihrer Unterstützung, diese Veränderungen bewirken".

Die drei Parlamentarierinnen tun sich nun mit acht ehemaligen Labour-Abgeordneten zusammen, die ihrerseits die Oppositionspartei aus Protest verlassen haben.

Mays ohnehin knappe und wacklige Regierungsmehrheit wird damit weiter geschwächt.