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Von Chile nach Australien: Schilfrohrboot auf Mission

Von Chile nach Australien: Schilfrohrboot auf Mission
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Nach drei Jahren und mehreren gescheiterten Versuchen ist es soweit: Das Schilfrohr-Boot Viracocha III steht so gut wie startklar am Strand von Arica, im Norden Chiles.

Traditionelles Schilfrohrboot auf dem Weg von Chile nach Australien

Mit hölzernen Schienen, Seilen und einem Bagger gelang es der achtköpfigen Crew und zahlreichen Helfern, das in traditioneller Bauweise hergestellte Boot hierher zu transportieren. Jetzt warten die Besatzungsmitglieder noch auf grünes Licht von den chilenischen Behörden - sie hoffen, dass es in rund zehn Tagen losgehen kann. Ziel der Viracocha III: einmal quer über den Südpazifik, bis nach Australien will es die internationale Besatzung damit in ungefähr fünf Monaten schaffen.

Platz für eine achtköpfige Crew

Das Boot ist 19 Meter lang, fünf Meter breit und zwei Meter hoch. Es hat drei Masten und zwei Kabinen. Eine, die als Schlafzimmer dienen wird - die andere wahlweise als Küche, Esszimmer und Navigationsraum.

Der US-Amerikaner Phil Buck wird die Besatzung leiten, er hat bereits dreimal eine Reise mit dieser Art von Schiff gemacht:

"Wir wollen zeigen , welche Strecken Boote wie diese, in den vergangenen tausend bis dreitausend Jahren zurücklegen konnten. Wir versuchen zu zeigen, dass diese Schiffe es bis nach Polynesien und weiter schafften."

Seit 2016 haben bolivianische Handwerker an dem Schilfrohr-Schiff getüftelt. Sie werden von der indigenen Volksgruppe der Aymara gebaut und seit der Antike auf dem Titicaca-See benutzt.