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EU-Ratspräsident Tusk schlägt vor Brexit zu verschieben

EU-Ratspräsident Tusk schlägt vor Brexit zu verschieben
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Die britische Premierministerin Theresa May gerät zunehmend unter Druck, den EU-Austritt des Landes notfalls zu verschieben und die EU um eine Verlängerung zu bitten.

Beim Gipfel der EU mit der Arabischen Liga in Ägypten versichert sie aber weiterhin, dass das Brexit-Votum im britischen Parlament bis zum 12. März stattfinden wird.

"Ich glaube, es liegt in unseren Händen, die EU mit einem Abkommen am 29. März zu verlassen. Ich denke, wir sollten all unsere Energien darauf konzentrieren. Jede Verzögerung löst das Problem nicht. Es gibt die Möglichkeit einen Deal zum 29. März abzuschließen und daran werden wir arbeiten".

Noch ist nicht in Sicht, wie Theresa May das mit Brüssel verhandelte Austrittsabkommen durch das Parlament in London bringen will.

Dazu EU-Ratspräsident Donald Tusk:

"Es gibt keine Mehrheit im Unterhaus, die einen Deal genehmigt. Wir müssen Alternativen finden, entweder ein chaotischer Brexit oder eine Verlängerung. Ich glaube, in der Situation, in der wir uns befinden, wäre dies eine vernünftige Lösung. Aber Premierministerin Theresa May glaubt immer noch, dass sie dieses Szenarium vermeiden kann".

Drei britische Minister forderten kürzlich öffentlich die Verschiebung des Austrittsdatums, sollte es in dieser Woche keinen Durchbruch geben.

Bislang lehnt May es kategorisch ab, bei der EU eine Verlängerung der Austrittsfrist zu beantragen.