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Streit in Teheran: Rohani lehnt Außenminister Sarifs Rücktritt ab

Streit in Teheran: Rohani lehnt Außenminister Sarifs Rücktritt ab
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Irans Präsident will den Rücktritt von Außenminister Mohammed Dschawad Sarif nicht akzeptieren. Sarif habe bis jetzt bravourös seine Arbeit verrichtet und werde es auch weiterhin tun, ließ Staatschef Hassan Rohani mitteilen.

Ankündigung auf Instagram

Sarif hatte zuvor via Instagram verkündet, sein Amt aufzugeben mit den Worten: "Ich entschuldige mich, dass ich nicht mehr in der Lage bin, meinen Posten weiter auszuüben, und für alle meine Unzulänglichkeiten in meiner Amtszeit."

Sarif war maßgeblich an den Verhandlungen über das Atomabkommen beteiligt, das 2015 geschlossen wurde. Die USA zogen sich vergangenes Jahr unter Trump aus dem Deal zurück. Teheran sagte den Europäern und China zu, sich trotzdem weiter an den Vertrag zu halten.

Spekulationen über Rücktrittsgründe

Für seinen Annäherungskurs an den Westen wurde Sarif immer wieder heftig von Hardliner im eigenen Land kritisiert. In einem Interview deutete er nun an, dass er diesen Druck satt hatte. Genaue Gründe für seinen Rücktrittswunsch nannte er aber nicht.