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Hellenic Petroleum: Keiner will bieten

Hellenic Petroleum: Keiner will bieten
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Bei Griechenlands größter Ölraffinerie Hellenic Petroleum sind keine verbindlichen Gebote für eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen eingegangen. Dies stellt einen Rückschlag für die geplante Privatisierung dar, die von den Geberländern gefordert wurde. Die griechische Privatisierungsagentur erklärte, die fehlenden Gebote lägen an der internationalen wirtschaftlichen Lage. Ein Sprecher sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, potentielle Investoren hätten Forderungen gestellt, die Griechenland nicht erfüllen könne.

Der schweizerisch-britische Konzern Glencore hatte sich mit dem luxemburgischen CIEP Participations, zusammengetan, und Algeriens Sonatrach mit Vitol, der größten Ölhandelsfirma der Welt, nachdem sie ursprünglich in die engere Auswahl für eine 50,1 prozentige Beteiligung gekommen waren.

Der Vorstand der Privatisierungsagentur wird sich zur Besprechung weiterer Schritte treffen. Seit 2010 hat Athen an die sechs Milliarden Euro durch Privatisierungen in den Haushalt eingebracht. Hellenic Petroleum exportiert mehr als die Hälfte der Produktion von 16,5 Millionen Tonnen pro Jahr.