Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Schon 1 Jahr Gefängnis: Proteste gegen Lula da Silvas Haft

Schon 1 Jahr Gefängnis: Proteste gegen Lula da Silvas Haft
Copyright
REUTERS/Amanda Perobelli
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Zum Jahrestag seiner Inhaftierung haben Tausende in Curitiba demonstriert: Dort sitzt der frühere brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva seine rund 12-jährige Haftstrafe wegen Korruption und Geldwäsche ab. Auch in anderen brasilianischen Städten hatten Anhänger seiner Arbeiterpartei zu Protesten aufgerufen.

Der noch immer populäre Ex-Präsident beteuert seine Unschuld und sieht sich als Opfer einer Verschwörung rechter Kreise. Seine Verurteilung habe darauf abgezielt, ihn an einer erneuten Kandidatur für das Präsidentenamt zu hindern.

Antikorruptions-Proteste in Rio de Janeiro hingegen feierten die Verurteilung und Haft des Ex-Präsidenten, der wegen mutmaßlichen Verwicklungen in einen der größten Korruptionsskandale Südamerikas, den "Autowäsche"-Skandal, verurteilt worden war. Auch Michel Temer, der die Amtsgeschäfte von Dilma Rousseff übernommen hatte, steht im Verdacht, darin verwickelt zu sein.

Lula da Silva war von 2003-2010 Staatschef Brasiliens. Seit seiner Verhaftung am 7. April 2018 hat er das Gefängnis nur zweimal verlassen, unter anderem zur Beerdigung seines Enkels.