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Israel: Sieg für Netanjahu wahrscheinlich

Israel: Sieg für Netanjahu wahrscheinlich
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Bei den Parlamentswahlen in Israel wird ein Sieg für Regierungschef Benjamin Netanjahu nach einem knappen Rennen immer wahrscheinlicher. Seine Partei und die seines Herausforderer Benny Gantz lagen bis zum frühen Morgen nach Auszählung fast aller Stimmen etwa gleichauf. Es schien lange unklar, welches Lager die für eine Regierungsmehrheit nötige Schwelle von 61 Sitzen knackt. Beide reklamierten den Sieg für sich.

Jüngsten Prognosen zufolge freuten sich Gantz Anhänger jedoch zu früh. Netanjahus konservative Likud und seine rechten Bündnispartner kommen demnach auf mehr Sitze als Gantz' Mitte-Links-Lager. Die Wahl wird auch als eine Art Referendum über die Person des Regierungschefs angesehen. "Es berührt mich sehr, dass das israelische Volk mir noch einmal vertraut, zum fünften Mal", so Netanjahu am Wahlabend. "Ich werde dafür sorgen, dass es bald eine stabile nationale Regierung gibt."

Netanjahu ist seit 2009 durchgängig im Amt und war auch von 1996 bis 1999 Ministerpräsident. Er steht aktuell wegen Korruptionsvorwürfen massiv unter Druck. Israels Generalstaatsanwalt will in drei Fällen Anklage gegen den 69-Jährigen erheben. Es geht um Bestechlichkeit, Untreue und Betrug. Sollte Netanjahu eine erneute Amtszeit vollenden, wäre er der am längsten regierende Ministerpräsident in Israel werden.

Das neue Parlament soll am 23. April vereidigt werden. Mit einer neuen Regierung wird bis Anfang Juni gerechnet.