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Parlamentswahl: Spanien droht ein Patt

Parlamentswahl: Spanien droht ein Patt
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Kurz vor der Parlamentswahl in Spanien ist der Ausgang völlig offen. Umfragen zufolge sind knapp die Hälfte der Wähler unentschlossen - so viele, wie lange nicht mehr.

Ministerpräsident Pedro Sánchez von den Sozialisten gilt als Favorit. Umstritten ist vor allem sein Umgang mit den Unabhängigkeitsstreben in Katalonien. Kritiker werfen ihm vor, zu nachgiebig zu sein.

Der konservative Pablo Casado hat dies im Wahlkampf genutzt und auf nationalistische Gefühle vieler Spanier gesetzt. Man solle stolz sein, Spanier zu sein - so sein Motto.

Ein möglicher Koalitionspartner ist Albert Rivera von der liberalen Ciudadanos. Eine Unabhängigkeit Kataloniens lehnt er ab, ebenso eine Zusammenarbeit seiner Partei mit den Sozialisten.

Viel wird vom Abschneiden der kleinen Parteien abhängen, etwa von Podemos. Die Frage ist, ob die Partei wieder zahlreiche Wähler aus dem linken Spektrum ansprechen kann. Umfragen lassen allerdings starke Verluste erwarten.

Die ultrarechte Partei Vox dürfte am Sonntag wohl den Sprung ins Parlament schaffen. Je mehr Stimmen sie bekommt, desto höher kann sie den politischen Preis für ein Bündnis mit den Konservativen schrauben.

Im schlimmsten Fall droht Spanien allerdings ein politisches Patt.