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Militärausgaben auf weltweitem Rekordhoch

Militärausgaben auf weltweitem Rekordhoch
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Weltweit befinden sich die Militärausgaben auf einem Rekordhoch seit dem Kalten Krieg.

Das geht aus einem Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervor.

Demnach wurden insgesamt 1,82 Billionen Dollar im Jahr 2018 in das Militär investiert. Das ist ein Anstieg von 2,6% im Vergleich zum Vorjahr und der höchste Wert seit 1988. Damals hatte Sipri erstmals einheitliche globale Vergleichsdaten zur Verfügung.

Spitzenreiter bleiben die USA. Mit knapp 649 Milliarden Dollar stellen die Verteidigungsausgaben der Vereinigten Staaten unter Donald Trump mehr als ein Drittel der weltweiten Militärausgaben.

Auch China investierte 2018 deutlich mehr ins Militär. Deutschland überholte Japan und liegt nun auf Platz 8.

Saudi-Arabien: dritthöchste Militärausgaben der Welt

Für Pieter Wezeman, Forschungsgruppenleiter bei Sipri, sticht vor allem ein Land im Nahen Osten heraus: "Überraschend könnte zum Beispiel sein, dass ein Land wie Saudi-Arabien, das bei Weitem nicht das größte Land der Welt ist, trotzdem die dritthöchsten Militärausgaben der Welt hat. Und da sehen wir potenziell einen signifikanten Einfluss der Waffenindustrie, die versucht, die saudi-arabische Elite davon zu überzeugen, Waffen anzuschaffen und mehr Geld dafür auszugeben. Obwohl die niedrigen Ölpreise dazu geführt haben, dass die Militärausgaben in Saudi-Arabien in den letzten zwei Jahren heruntergefahren wurden."

Tatsächlich steckte das Königreich im vergangenen Jahr 4,6 Milliarden Dollar weniger in sein Militär als 2017.

Deutschland hatte im November als Reaktion auf die Tötung des regierungskritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi alle Rüstungsexporte in das Königreich gestoppt - unter anderem, damit keine deutschen Waffen im Jemen-Krieg eingesetzt werden. Dort kämpft eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition gegen die schiitischen Huthi-Rebellen.