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#EUroadtrip - "ich liebe Bulgarien und möchte nicht weg"

#EUroadtrip - "ich liebe Bulgarien und möchte nicht weg"
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Ein bemerkenswert gut erhaltenes römisches Theater thront seit 2.000 Jahren über der bulgarischen StadtPlowdiw. Nach einer bemerkenswerten Restaurierung gilt es heute als Wahrzeichen. Im Jahr 2019 wurde die Stadt zu einer der Europäischen Kulturhauptstädte gekürt. Junge Ehrenamtliche sorgen dafür, dass Plowdiw in ganz Europa im Gespräch ist.

Also holen wir unser rotes Sofa raus, um zu hören, was sie über ihre Zukunft in Bulgarien und natürlich über die EU zu sagen haben.

Todor Anastasov, Volontär Plowdiw 2019:

"Ich heiße Todor, ich bin 22, ich wohne in Plowdiw und ich bin Volontär bei der Kulturhauptstadt Plowdiw 2019. Ich glaube, dass meine Zukunft als Bulgare immer besser und besser wird, denn jetzt haben wir immer mehr Möglichkeiten, wir haben mehr Einfluss, um Dinge zu ändern, die wir wollen. Ich glaube nicht, dass es von jetzt an nochmal schlimmer wird."

"Viele Menschen in Bulgarien denken darüber nach, das Land zu verlassen, und viele von uns tun das auch, aber ich liebe das Land wirklich und ich möchte wirklich nicht weggehen."

"Ich meine, dass die Europawahlen ein sehr wichtiger Moment für Europa sind, weil wir dadurch die Möglichkeit haben, Dinge zu verbessern oder irgendwie zu verändern. Und ich persönlich werde definitiv wählen und alle meine Freunde auffordern, auch hinzugehen.“

Antonia Kalpakchieva Volontärin Plowdiw 2019:

"Ich heiße Antonia Kalpakchieva. Ich bin 16 Jahre alt und gehe zur französischen Oberschule. Hier einen Job zu finden, ist sehr schwer, weil alle möchten, dass man schon woanders gearbeitet hat. Aber das geht nicht, wenn man gerade das Abi hinter sich hat."

Franz Kadiri, Koordinator Plowdiw 2019:

"Ich heiße Franz und koordiniere die freiwilligen Helfer der Plowdiw-2019-Stiftung. Ich sehe mich nicht als Person, die ... wie sag ich’s am besten? Als jemand, der Nachteile hat, weil er aus Bulgarien ist. Ich meine, es liegt nicht an den Leuten. Es liegt am inneren Zustand, wie wir uns fühlen. Ob ich mich als Europäer fühle, ob ich mich bulgarisch fühle – keiner kann mir da einen Strick draus drehen."

Hristo Andreev, Volontär Plowdiw 2019:

"Ich heiße Hristo Andreev und ich bin 24. Europäer zu sein bedeutet… nicht nur sich um seine eigene Gesellschaft zu kümmern, sondern im Grunde, ein Weltbürger zu sein. Und nicht nur um die eigene Gesellschaft zu kreiseln, sondern auch um andere Gesellschaften und ihre Probleme.“

Wenn es schon schwer war, das Sofa ins Theater hinunter zu bekommen - es wieder hochzuholen ist nochmal ein ganz anderes Kaliber. Die Straßen von Plowdiw sind auch nicht wirklich hilfreich. Trotzdem schaffen wir es, unseren Volontären zu einem kreativen Workshop vor einer traditionellen Parade zu folgen.

Elena Papadopova – Projektleiterin Plowdiw 2019:

"Wir machen das machen das alles für Aylak-Parade, sie ist Teil des Programms für die Kulturhauptstadt Europas Plowdiw 2019. Also machen wir große Marionetten. Wir machen Masken, wir machen offene Workshops für die Leute, für jeden, der kommen will und dabeisein."

Apostolos Staikos, Euronews:

„Am 4. Mai sind wir nicht zur Aylak-Parade hier. Also machen wir es jetzt.“

Obwohl sie im ärmsten Land der EU leben, wo sich menschenwürdige Jobs und gute Gehälter rar machen können, sind die jungen Bulgaren bemerkenswert optimistisch, was ihre Zukunft angeht. Eine Zukunft, die für sie fest in der EU verankert ist, aber auch in ihrem einzigartigen Kultur-Erbe.

su

Dieser Artikel ist Teil einer Serie von Euronews. Die anderen Geschichten finden Sie in unserer Übersicht:

#EUroadtrip | Euronews berichtet vor den Europawahlen aus der EU