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Maduro: "Nerven aus Stahl"

Maduro: "Nerven aus Stahl"
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Miraflores Palace/vía REUTERS
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In Venezuela ist Präsident Nicolas Maduro noch immer im Amt. Doch nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen vom Vortag, spitzt sich der Machtkampf weiter zu.

Der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó rief seine Anhänger für den heutigen ersten Mai auf, auf die Straße zu gehen und friedlich gegen Staatschef Nicolás Maduro zu demonstrieren.

"Wir wollen keinen Staatsstreich. Wir wollen eine friedliche Revolution", sagte Guaidó.

Auch Präsident Maduro appellierte an seine Unterstützer, sich zu Großkundgebungen zusammenzufinden. Die Demonstranten, die Steine und Brandsätze geschleudert hatten, würden bestraft werden: "Sie kommen alle vor einen Richter. Wir haben sie auf Video. Wir wissen, wer sie sind. Es gibt keine Straffreiheit in Venezuela, wir sorgen für Gerechtigkeit und Frieden in Venezuela."

Die deutsche Regierung hat Juan Guaidó als rechtmäßigen Interimspräsidenten anerkannt - so wie die USA, andere EU-Staaten und viele lateinamerikanische Länder.

Kritiker werfen Berlin vor, sich durch die klare Positionierung als neutraler Vermittler in dem Machtkampf unmöglich gemacht zu haben. Auch völkerrechtlich ist das Vorgehen umstritten.

"Venceremos" - "Wir werden siegen", schreibt Maduro auf Twitter mit "Nerven aus Stahl".